Gefühlskarten

Gefühlskarten

Gefühlskarten

Mausmimi Gefühlskarten 

 

Manchmal wissen wir nicht, wie wir anderen erklären sollen, was mit uns los ist. Das geht nicht nur Kindern so. 

 

Nein, das Problem beginnt eigentlich bei uns Erwachsenen. Hier habe ich direkt ein tolles Beispiel aus unserem Alltag: Sagen wir, wir treffen in der Stadt einen Bekannten, der uns fragt: „Alles gut?“ und wir antworten automatisch: „Ja. Und bei dir?“ Seine Antwort lautet dann direkt: „Auch.“ oder „Muss ja.“ Zack, Thema Gefühle erledigt. 

 

Wir sagen das, egal ob es stimmt oder nicht, damit wir uns nicht mit unseren Gefühlen auseinander setzen müssen. Wir sagen das, damit der andere nicht weiter nachfragt. Oder wir sagen es, weil wir einfach nicht wissen, was die ehrliche Antwort ist. Egal, ob nun die Welt untergegangen, wir krank, ausgebrannt, gestresst oder wütend sind. Wir antworten: „Ja, alles gut.“ 

 

Offen über Gefühle und Emotionen zu sprechen, haben viele von uns verlernt oder überhaupt niemals erlernt. Dieser Zugang ist für ein glückliches Leben jedoch wichtig. Schließich bestimmen unsere Gefühle unseren Tag. Sie beeinflussen, ob wir glücklich oder unglücklich sind. Auch unser soziales Miteinander, die Tiefe unserer Beziehung, die Art wie wir unseren Job machen, wie wir überhaupt in den Tag starten, wird von unseren Gefühlen bestimmt. 

Unsere Gefühle entscheiden über die Qualität unseres Lebens. Umso wichtiger ist es, einen Zugang zu ihnen zu bekommen. Denn nur, wenn wir unsere Gefühle erkennen, halten wir nicht an Ihnen fest, sondern haben die Möglichkeit sie positiv zu verändern oder einfach loszulassen. 

 

Die Mausmimi Gefühlskarten helfen dabei, einen ehrlichen und direkten Zugang zu den eigenen Gefühlen zu bekommen.

 

Vor allem Kinder können ihre Gefühle oft nicht definieren. Das mag einmal an ihrem Wortschatz liegen, aber auch daran, dass sie sich nicht fragen, was sie fühlen. Kinder sind in diesem Moment so. Sie sind wütend. Sie sind traurig. Sie sind fröhlich. Sie sind authentisch. Fängt ein Kind allerdings an sich zu verschließen oder seine Probleme mit sich selbst auszumachen, werden diese Gefühle nicht ausgelebt, sondern in sich hineingefressen. Dabei brauchen diese Gefühle ein Ventil, um wieder vergehen zu dürfen. 

 

So merken wir, dass irgendetwas nicht stimmt und bekommen aus dem Kind aberx nicht heraus, was es denn ist. Wir wollen helfen, heilen, zuhören und für dieses Kind da sein. Und das Kind sitzt ratlos da und zuckt nur mit den Schultern: „Keine Ahnung.“ 

 

So fällt es uns schwer, die liebevolle Unterstützung zu sein, die wir gerne wären. Und dem Kind wiederum fällt es schwer, sich auszudrücken.

 

Die Mausmimi Gefühlskarten helfen, Gefühle näher zu definieren und zu benennen. 

Die Bilder zeigen Szenen oder Gefühlsregungen, die für Resonanz sorgen.So können Kinder (und auch Erwachsene) schauen, mit welchem Bild sie selbst in Resonanz gehen. 

 

 

Anleitung - Einsatz der Gefühlskarten 

 

„Manchmal weiß ich nicht, wie ich anderen erklären soll, was mit mir los ist. An anderen Tagen weiß ich es nicht einmal selbst. Dann habe ich das Gefühl, mich versteht keiner.“ 

 

Diese Karten helfen deinem Kind, seine Gefühle und Sorgen auszudrücken, ohne dass es direkt die richtigen Worte und Begründungen dafür finden muss. Lass dein Kind in Ruhe wählen, was seinem Gefühl entspricht oder was es gerade im Leben braucht. 

 

Hilfreiche Fragen können dabei sein: 

  • Wie fühle ich mich jetzt gerade?  
  • Wie verhalte ich mich? 
  • Wie würde ich mich gerne fühlen? 
  • Und: Was müsste sich dafür ändern? 

 

Hilfestellung auf der Rückseite jeder Gefühlskarte 

 

Auf der Rückseite jeder Karte stehen immer Ideen und Anregungen, die dir helfen, dein Kind besser zu verstehen. Versetze dich so gut es geht in seine Situation. Entscheide mir viel Liebe und Verstand: Was wäre jetzt das Beste? Frage auch dein Kind nach seinen Ideen. Kinder haben ein gutes Gespür. Schwerwiegende Probleme müsst ihr nicht alleine lösen. Holt euch Hilfe. Es ist wichtig, dass es deinem Kind schnell besser geht. 

 

Die Anregungen auf der Rückseite sind mögliche Lösungen, aktuelle Bedürfnisse oder Wünsche. Sie sorgen dafür, dass man sich hineinversetzen kann. Sie lassen aber auch Raum für Interpretation und eigene Ideen. Natürlich gibt es noch viele weitere Lösungen. Und es kann sein, dass etwas ganz anderes gebraucht wird, damit sich das Gefühl auflösen kann.

 

 

Lernen, über Gefühle zu sprechen

 

Der Einsatz der Gefühlskarten ist ein Prozess. 

 

(1) Es hilft, wenn ihr euch zu Beginn gemeinsam die Karten anschaut. Frage dein/das Kind ruhig, was es auf dieser Karte sieht. Du kannst auch vorlesen, wie dieses „Gefühls-Tier“ heißt und was diese Karte bedeutet (Vorderseite). 

 

(2) Wenn euch die Karten vertraut sind, könnt ihr euch in ruhigen Momenten zusammensetzen und nach dem richtigen Gefühl suchen. Lass dem Kind Zeit, sich die Karten einzeln anzusehen. 

 

Wenn es mal schneller gehen muss, kannst du auch „Gefühle vorsortieren“. Das geht natürlich nur, wenn du bereits erkannt hast, was los ist. Lass das Kind aber IMMER selbst auswählen, vielleicht steckt ja etwas ganz anderes dahinter, als man auf den ersten Blick vermutet. Nutze die Karten immer frei Stress und Druck, schließlich sollen sie helfen und die Situation verbessern.

 

Auf der Rückseite jeder Karte stehen Hilfestellungen, um die Situation zu verbessern und mehr Verständnis für die Situation zu bekommen. Die Rückseite kann alleine oder gemeinsam mit dem Kind genutzt werden, je nachdem, was hilfreicher ist. 

 

Manchmal hilft es Kindern auch (z.B. in einer Eltern-Kind-Beziehung), die Gefühle der Erwachsenen zu erkennen. Das kann helfen, festgefahrene Situationen zu verändern. 

 

Beispiel: 

Mama/Papa schreit immer. Warum? 

Weil Mama/Papa will, dass ihr/ihm zugehört wird. Weil sie/er wütend ist. Warum? 

Weil Mama/Papa von der Arbeit gestresst ist und sich dann Zuhause noch um alles kümmern muss. Das ist einfach zu viel, vor allem, wenn niemand dieses Problem ernst nimmt. 

Mama/Papa fühlt sich alleine. Den einzigen Ausweg, den Mama/Papa sieht, diesen Frust loszulassen und sich Gehör zu verschaffen, ist schreien. 


Lösung: Mama/Papa braucht Unterstützung, Anerkennung und ein offenes Ohr.  

 

Wenn Kinder diesen Grund, dieses Gefühl verstehen, sind sie viel mehr bereit zu helfen und zu unterstützen, als wenn sie angeschrien werden. Es ist also durchaus hilfreich, Gefühle zu erkennen und über sie zu sprechen. Es entsteht Raum zu Veränderung.

 

 

 

 

Bisher bekannte Einsatzgebiete der Gefühlskarten 

 

Diese Liste ist mit Sicherheit unvollständig :-) Ich habe sie anhand von persönlichem Feedback  nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Bisher finden die Mausmimi Gefühlskarten hier Einsatz: 

 

  • Eltern-Kind-Beziehung  
  • Hilfestellung in schwierigen (Lebens-)Situationen
  • Hilfe in der Pubertät (Gefühls-Chaos) 
  • Hilfe für „zurückgezogene Kinder“, die alles mit sich selbst ausmachen 
  • Hilfe für Scheidungskinder  
  • Trauerbewältigung 
  • Mobbing  
  • ADHs 
  • Hochsensibilität 
  • Autismus
  • Gefühle und den Umgang mit Gefühlen lernen/ thematisieren 
  • Kindergarten
  • Grundschule (Seelsorge sowie im Unterricht) 
  • Schule (Seelsorge sowie im Unterricht) 
  • Kinderärzte und Krankenhäuser 
  • Therapeutische Sitzungen (Psychologie) 
  • Kinder- und Jugendcoaching 
  • Kinderheim und soziale Einrichtungen (Not-Inseln) 
  • Kinder- und Jugendzentren, auch Kinderfreizeit 
  • Erwachsenen Coaching/ Therapie, Arbeit mit dem „Inneren Kind“

 

 

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